Kritik an der Volltextsuche Online

Heute bieten teilweise auch schon Firmen an, ihre kompletten Akten und Belege zu digitalisieren und für jeden Mitarbeiter online zugänglich zu machen. Nicht nur würde so mehr Transparenz in Arbeitsvorgänge gebracht werden. Es würde mit Hilfe der Volltextsuche Online auch zeit- und ortsabhängig möglich sein, an bestimmte Akten zu kommen. Dies allerdings müsste in einem firmeneigenen Intranet geschehen. 

Und hier liegt die Krux: Ob das 100% sicher ist, darf nämlich bezweifelt werden! Wir alle wissen, dass Hacker noch in jedes Netz eindringen konnten, um an solche Daten zu gelangen. Auch, wenn man die auszugsweise Lesbarkeit von Texten im Internet längst realisiert hat und die Volltextsuche Online bereits gang und gäbe ist - Fragen und Sicherheitsbedenken bleiben. Die VG Wort hat sich der Sache bereits angenommen und vertritt auch hier die Rechte der Autoren. Wie so oft, muss sie sich aber mit vollendeten Tatsachen auseinander setzen und hinkt der Entwicklung immer ein Stück hinterher. Das Prüfen der Rechtslage ist in solchen Fällen schwierig und nimmt in der Regel mehrere Jahre in Anspruch. Bis dahin sind längst weitere Fakten geschaffen.

Man kann das Rad der Zeit nun einmal nicht zurückdrehen! Was man aber als Autorenvertretung tun kann, ist dies: die Rechte der Autoren deutlicher in den Blickpunkt der Öffentlichkeit stellen und zu schützen, wo auch immer es geht. Im Notfall eben rückwirkend durch bestimmte gerichtlich erwirkte Zahlungen, die die Anbieter von Digitalisierungsprojekten in der Zukunft zu leisten hätten. Dazu muss es aber erst einmal entsprechende Gerichtsurteile geben. In der Zwischenzeit mehrt sich die Zahl der Anbieter und die Verlage, die dem Ganzen kritisch gegenüber standen, knicken zunehmend ein. Niemand kann sich erlauben, einen aktuellen Trend zu verpassen, weil er dadurch vielleicht Nachteile am Markt erleidet. Wo genau die Vorteile liegen, lässt sich vermutlich rechnerisch noch nicht darstellen.


Tja - wer die Wahl hat, hat noch immer die Qual!